VOM BAUM ZU 111 KREUZEN
Jeanine Merz & Christian Breitschmid
Am Anfang stand ein alter Baum im Garten. Mit Farbe, Schmuck und viel Glitzer wurde daraus unser erstes gemeinsames Kunstobjekt, der «Schwurm». Unsere Fantasie erschien grenzenlos. Wir gaben alten Bänken neue Farbe und unseren Glitzer dazu, denn Gold geht immer. Den Pool strichen wir pink, später lila. Wir bemalten Bambus, formten Bäume zu Schirmen und verliehen Möbeln neuen Glanz. Immer neue Ideen entstanden. Wir bemalten Kleider, gestalteten Kunst mit Pfeifenputzern, Hüte und Schmuck und interpretierten auch Bilder neu.
Was mit Weihnachtsgeschenken für Freunde und Familie begann, führte uns zum Experimentieren mit Epoxidharz und immer neuen Formen. Dabei zog uns eine Form besonders an.
Sie faszinierte uns durch ihre unendlichen Möglichkeiten. Sie lässt sich immer wieder neu denken, gestalten und verwandeln. Für uns steht sie für bedingungslose Liebe. So entstanden dreidimensionale Unikate, Kunst zum Anfassen, aus handverlesenen Fundstücken, alten und gebrauchten Sachen, aus der Natur und anderen Orten.
Mit Leichtigkeit, Offenheit und viel Humor kombinierten wir Materialien, Formen und Farben. Laut, bunt, glitzernd und verspielt entstanden immer neue Objekte. Jedes Objekt ist ein handgemachtes Unikat mit eigener Geschichte und unverwechselbaren Details.
Das Kreuz ist für uns das Licht. Und das Licht ist in allem: im Menschen, im Tier, im Baum vor dem Haus, in der Perle aus Plastik und im Stoffrest, den jemand weggeworfen hat. Nichts steht ausserhalb. Was wir zusammensetzen, war längst eins, wir machen es nur wieder sichtbar.
ERSTE AUSSTELLUNG, SILO SILO ZÜRICH
Unsere erste Ausstellung fand im Silo Silo in Zürich statt, und sie wurde ein grosser Erfolg. Der Raum war voll, die Kreuze haben geleuchtet, und es wurde gelacht, geschaut und gestaunt.
Danke an alle, die gekommen sind. Ihr habt den Abend zu dem gemacht, was er war.
